Eine schöne Tradition sind alle Jahre wieder die offenen Ateliers in der Liesegang Fabrik. Die alte Fabrik, in der früher Diaprojektoren und Lichtvorführgeräte produziert wurden, ist heute Wirkungsstätte für Kunst und Mode. In dem verwinkelten Gebäude haben sich in den letzten Jahren viele Künstler, Designer und auch Geschäfte angesiedelt.
Drei Künstlern, die ich besonders schätze, gebe ich hier den Raum für eine kurze Vorstellung ihrer Art zu arbeiten:
HILLI HASSEMER:
Netzbautrieb
40 X 50 CM
140 X 200 cm
140 X 200 cm
140 x 200 cm
160 x 200 cm
Ein formales Charakteristikum meiner Bilder sind geflossene Farblinien. Farbtropfen, die durch die Schwerkraft und meine eigene Bewegung gelenkt, ihren Weg nehmen.
Übereinander gelagert, bilden sie sich in ihrer Idee am menschlichen Dasein, seinen Phänomenen und an der Natur.
Ich wähle eine abstrakte Ebene, die sich der Abbildungswelt entzieht und doch deren Aspekte in meiner eigenen Bildsprache visualisiert.
Alles ist mit allem verbunden.
SUSANNE GÜNTHER:
MC1R - rothaarig
Fotografisch arbeite ich gerne in Serien.
Von 2015 - 2017 habe ich Rothaarige fotografiert. Ich hatte alle Bekannte und Freunde gefragt, nach Rothaarigen Ausschau zu halten. Herrlich – so ergab sich, dass weder die Rothaarigen noch ich wussten, mit wem man zusammenkommt. Das hat dem Shooting eine geheimnisvolle und schöne Spannung gegeben – und wunderbare Fotos entstehen lassen.
Im Moment suche ich Japaner!
Vogelserie



Anfang 2016 habe ich mit der Serie der kleinen Vögelchen (18 x 24 cm, auf Leinwand, auf Sperrholz) begonnen.
Mir ging es dabei nicht um ornithologische Genauigkeit, vielmehr arbeitete ich an einem ganz eigenen Ausdruck im Blick. So gab es zornige, überhebliche, sanftmütige, doofe, dicke, verrenkte Vögel. Das hat riesig Spaß gemacht. Ende 2016 hat mich Farrow & Ball, der britische Farbenladen auf der Hohe Straße, zu einer Ausstellung eingeladen. Das brachte mich auf die Idee, die Vögel auch mit deren Farben zu malen. Ein Glückstreffer! Auf allen Farben von Farrow & Ball sehen die Vögel fantastisch aus – die Serie wird fortgesetzt.
PETER RIPKA:
Meine Arbeit als Bildhauer
Der Antrieb meiner künstlerischen Arbeit wächst aus dem Bedürfnis, mich zeichnerisch
und plastisch auszudrücken. Der menschlichen Figur gilt dabei mein
besonderes Interesse – sie ist Leidenschaft und Herausforderung zugleich.
Es sind Gesten und Situationen, Gesichter und Momente, die mich motivieren
sie festzuhalten. Schnell und spontan, reduziert oder das Detail suchend. Dabei
bevorzuge ich den Wechsel zwischen Zeichnung und plastischer Arbeit. Neben
dem Bleistift und dem Aquarell sind Holz und Ton die Materialien meiner Wahl.
Die Materialbreite und deren spezielle Eigenschaften bieten den Raum für
Skizzen, Porträts oder Wiedergaben meiner Beobachtungen aus dem Alltag.
Darüber hinaus fertige ich Auftragsarbeiten in Holz, Keramik oder anderen
Materialien. Dazu biete ich Workshops an, in denen die Teilnehmer mit Ton oder
Holz arbeiten können.
Je nach Material und Aufgabe arbeite ich auf dem Lieseganggelände in der
Volmerswerther Straße oder auf dem Böhler Areal in Heerdt.
Beide Ateliers bieten ideale Voraussetzungen für die Arbeit allein oder auch mit
Gästen.
Eine spannende Erweiterung meiner Arbeit als Bildhauer ist die Teilnahme an
Bildhauer-Symposien. Hier kommen Bildhauer aus aller Welt zusammen und
arbeiten vor Ort. Es sind Projekte, die vorher eingereicht werden und auf Grund
derer man eingeladen wird. Diese Arbeitstreffen bieten eine kreative Abwechslung
zum Arbeitsalltag hier in Düsseldorf.